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Blocher über sein Engagement bei der Basler Zeitung (2010) ...

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»...Sie sollen es noch tausend Jahre schreiben; ich kann immer nur das gleiche sagen: ich stehe nicht dahinter, finanziell, direkt und indirekt, aber wenn die das schreiben wollen – es wäre an sich nicht einmal schlimm, wenn ich dahinter stände –, aber ich will es deswegen nicht... ich will nicht dass man... Ich möchte nicht eine Zeitung kaufen und eine SVP-Zeitung machen, ich möchte dass es viele Verleger gibt. Darum habe ich natürlich dem Herrn Tettamanti schon gesagt: Machen Sie das. Kaufen Sie die Dings. [...] Wir haben zu wenig Konkurrenz. [...] Und als er da den Verlag in den Händen hatte und mich als Berater holte, um die Firma in Ordnung zu bringen – ich bin ja Industrieller und weiss, wie  man eine Firma saniert –, da ging in Basel ein Riesenklamauk los. [...] «

... und am 9. Dezember 2011

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(Zitiert aus: Blocher-TV vom 9. Dezember 2011)

 


Presse- und Medienberichte der vergangenen Woche

Aus Suters Rundschreiben an die Redaktion (zitiert nach kleinreport.ch) :

«Am 22. November 2010 habe ich die Aktien der BaZ Holding AG (damals noch Watt Holding AG) von den Herren Tito Tettamanti und Martin Wagner zu 100 Prozent käuflich erworben, mit der Zusicherung des Darlehensgebers, als `geschäftsführender` Verwaltungsratspräsident die BaZ-Gruppe eigenständig und unabhängig zu führen. Das Beratungsmandat mit der Robinvest und mit Herrn Dr. Christoph Blocher wurde unverzüglich aufgelöst und seine Dienste abgegolten und ich habe die BaZ-Holding sofort von Zug nach Basel verlegt.»

Mit Rahel Blocher habe er eine Vereinbarung getroffen, «dass sie mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten die Aktien von mir zurückkaufen kann, und im Gegenzug habe ich ebenfalls das Recht, mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten die Aktien an Frau Rahel Blocher zu verkaufen», so Suter.

«Am 24. Oktober 2011 habe ich dem Darlehensgeber als Alternative schriftlich offeriert, zusammen mit einer Investorengruppe das Darlehen in der BaZ-Holding AG abzulösen und mit ihm Verhandlungen aufzunehmen, um die Modalitäten zu besprechen. ... Dies mit dem Ziel: die `Basler Zeitung, die Leserzeitung` als eigenständige, unabhängige Zeitung in dieser Region zu positionieren und zu stärken, ohne dass jemand die Mehrheit hat», so Suter.

Nach intensiven Verhandlungen in den letzten Wochen mit dem Darlehensgeber hat dieser meinen Vorschlag abgelehnt.» Suter weiter: «Deshalb musste ich heute meine ganze Beteiligung an der BaZ-Holding AG an Frau Rahel Blocher verkaufen.»

Mehr bei www.kleinreport.ch

Gemeinsame Medienmitteilung von syndicom, impressum und SSM

»Entgegen allen Dementis und Vertuschungen ist jetzt bestätigt worden: Die Basler Zeitung gehört der Familie Blocher – und war die ganze letzte Zeit über auch nie unabhängig vom SVP-Politiker. Das traditionelle Verlagshaus droht als Basler Unternehmen zu verschwinden.
Es geht in Basel um einen Grundwert in der Demokratie, um die Unabhängigkeit der Medien. Wenn einer der reichsten Schweizer, der auch Vizepräsident der grössten Partei ist, beginnt, Medien aufzukaufen, dann sind wir auf dem Weg zu «Berlusconi-Verhältnissen».

Wenn eine Zeitung Gefahr läuft, für politische Zwecke missbraucht zu werden, dann ist auch die journalistische Unabhängigkeit bedroht. Unhaltbar ist auch, dass die Journalistinnen und Journalisten der BaZ trotz entsprechendem Presseratsentscheid über die tatsächlichen Besitzverhältnisse ihres Verlags belogen wurden.

Die drei Organisationen der Medienschaffenden verlangen:

 

DRS Regionaljournal BS-BL | Tages-Anzeiger über das Konstrukt und den Familienclan |

»Derzeit wird das Konstrukt neu sortiert.«

»Verleger Moritz Suter hat das Geld zu ihrem Erwerb vom ehemaligen UBS-Chef Marcel Ospel erhalten. Hinter Ospel wiederum steht ein Konstrukt von Investoren, bei denen auch Christoph Blocher mitredet. Derzeit wird das Konstrukt neu sortiert. Warum recherchiert das niemand richtig? Gibt es da wieder Eigeninteressen?«
(K. W. Zimmermann in Weltwoche, 08.12.2011)

Details über »das Konstrukt«

»Bisher geheim sind zwei Dinge: Erstens existiert eine Geheimvereinbarung zwischen Suter und Blocher, laut der Suter sein Aktienpaket, das er vor Jahresfrist für 1 Million Franken gekauft hat, jederzeit an Blocher zurückgeben kann. Andererseits kann Blocher die Aktien von Suter innerhalb von sechs Monaten zurückverlangen. Diese Frist läuft seit September. Der zweite Teil der Geheimvereinbarung betrifft ein Darlehen in der Höhe von knapp 70 Millionen Franken. Ursprünglich kam dieses Geld zinslos vom Anwalt Tito Tettamantis, dann von einem reichen Industriellen, der unter keinen Umständen genannt werden will.«
(Tages-Anzeiger, 8.12.2011, online)


Aperçus

Zwei Kommentare zum TA-Artikel

• «Dass Blocher gut lügen kann, ist nichts Neues. Mir tut Basel leid, das so in den Würgegriff der SVP geraten ist.»
• «Ob das Ganze stimmt? Dann würde Blocher ja mächtig lügen.»

Aus der NZZ:

«Ein Exponent der Basler SVP, der namentlich nicht Stellung nehmen wollte, zeigte sich gegenüber der NZZ ebenfalls irritiert ob der Angelegenheit. »

 


Medienmitteilung 8.12.2011, 14 Uhr

SP Basel-Stadt und Rettet-Basel! fordern Rücktritte von Blocher und Somm

Nun ist es öffentlich. Christoph Blocher besitzt die BaZ. Das schreiben die Zeitungen "Sonntag" und heute "Tagesanzeiger" und "Weltwoche". Das ist Blochers Recht. Dass Christoph Blocher aber systematisch versucht hat, dies zu vertuschen, und die Öffentlichkeit hinter das Licht zu führen, ist ein Angriff auf die Demokratie und ein Affront gegenüber der Bevölkerung von Basel. Die SP Basel-Stadt fordert, dass er aus dem Nationalrat zurücktritt. Rettet-Basel! verlangt, dass Blocher die Zeitung an eine transparente Besitzerschaft überführt. SP und Rettet-Basel! fordern Markus Somm zum Rücktritt auf. Er ist als Chefredaktor einer ehrbaren Zeitung und somit als Sprachrohr einer Region endgültig untragbar geworden.

Alt-Bundesrat Christoph Blocher setzt seine Milliarden ein, um die öffentliche Meinung zu manipulieren. Das ist bekannt. Er tut dies aber nicht offen, sondern versucht, seine Einflussnahme vor der Öffentlichkeit zu verstecken. Die Schweiz und die Region Basel sind keine Bananenrepubliken. Die Besitzverhältnisse der Medien sind offenzulegen. Dass Christoph Blocher das nicht tut und mit Strohmännern sogar versucht hat, die Bevölkerung hinters Licht zu führen, ist bei einem Volksvertreter und Repräsentanten der Demokratie nicht zu akzeptieren. Herr Blocher ist als Nationalrat nicht mehr tragbar und als heimlicher Besitzer eines Medienunternehmens ein Angriff auf den öffentlichen Meinungsbildungsprozess. Nationalrat Beat Jans wird eine Motion einreichen. in welcher die völlige Offenlegung von Beteiligungen an Medienunternehmungen aller Parlamentarier/-innen verlangt wird.

Mit seinem Themensetting und seinen Kommentaren hat Markus Somm versucht, Einfluss auf die öffentliche Meinung auszuüben. Als enger Vertrauter von Christoph Blocher und als von ihm abhängiger Chefredaktor hat er mehrfach behauptet, nicht zu wissen, wem die BaZ gehöre. Seine Glaubwürdigkeit ist nicht mehr gegeben. Der Chefredaktor einer Zeitung wird auch als Sprachrohr einer Region wahrgenommen. Wenn ihm nicht geglaubt werden kann, nimmt nicht nur die Zeitung, sondern die ganze Region Schaden.

Für weitere Information:
Beat Jans, Nationalrat SP – 076 346 86 43
Martin Lüchinger, Präsident SP Basel-Stadt – 079 303 96 18
Guy Krneta, Rettet-Basel! – 061 281 74 65


Christoph Blocher financerait la Basler Zeitung

TSR / 08.12.2011 - 12:33
Malgré les apparences, Christoph Blocher semble bel et bien impliqué dans la Basler Zeitung, rachetée l’an dernier par Moritz Suter. Le Zurichois aurait réussi à mettre la main sur le journal bâlois au moyen d'un montage financier compliqué et d'hommes de paille.

"Christoph Blocher finance la Basler Zeitung en secret". Avec ce titre, le Tages-Anzeiger relance la polémique autour de l’irruption du leader UDC dans le giron du journal bâlois.

Pour rappel, le possible rachat l’an passé de la "BaZ" par Christoph Blocher, un Zurichois, avait provoqué une levée de boucliers. Le Bâlois Moritz Suter, fondateur de Crossair, avait alors débarqué en sauveur et racheté la totalité des actions du journal pour un million de francs, détenues jusque-là à 75% par Tito Tettamanti et à 25% par Martin Wagner.

Prêt de 70 millions

Selon l'enquête du Tages-Anzeiger, Moritz Suter et Christoph Blocher auraient passé un accord secret reposant sur deux points. D’une part, Moritz Suter pourrait en tout temps céder ses parts au second. De même, Christoph Blocher pourrait réclamer, dans un délai de six mois à compter de septembre dernier, le paquet d’actions du Bâlois.

L’autre part de l’accord secret concerne un prêt de 70 millions de francs en faveur de la Basler Zeitung, dont la situation financière est difficile. Ce prêt aurait été octroyé par Christoph Blocher en personne, mais celui-ci, pour ne pas apparaître, aurait utilisé un homme de paille en la personne de...Marcel Ospel, l’ancien président d’UBS. C'est lui qui aurait signé le prêt auprès des banques.

Les tractations liées à l'octroi de ce prêt auraient toutefois provoqué des tensions entre Moritz Suter et Christoph Blocher et conduit ce dernier à exercer son droit sur les actions. Moritz Suter devrait donc se retirer prochainement. Mais pour l’heure, Christoph Blocher semble vouloir continuer à dissimuler son implication dans le journal en utilisant des hommes de paille, constate le Tages-Anzeiger. ps


Moritz Suter en conflit avec son financier…Christoph Blocher

Christoph Blocher est bien l’homme qui a financé la reprise à fin novembre 2010 du quotidien bâlois par Moritz Suter. Problème, le leader de l'UDC lui réclame aujourd’hui la restitution de son paquet d’actions.

Marc-Henri Jobin, 24heur,es 08.12.2011

L’argent avec lequel le fondateur de Crossair Moritz Suter est devenu le « propriétaire unique et éditeur» de la Basler Zeitung provient bien de Christophe Blocher, figure emblématique de l’Union démocratique du centre (UDC). Un pan du voile se lève alors que des divisions apparaissent entre les deux hommes.

Le 6 septembre, le Conseil de la presse exigeait « plus de transparence « sur les rapports de propriété au sein du groupe Basler Zeitung Medien (BZM). Ceux-ci sont révélés ce jeudi par le Tages-Anzeiger : Christoph Blocher est bien l’homme qui finance secrètement la Basler Zeitung, aidé au passage par un autre bâlois bien connu du public: Marcel Ospel.

Trois arrangements secrets

Moriz Suter a bien racheté, il y a un an à l’entrepreneur et financier tessinois Tito Tettamanti, le 100% des actions de BaZ Holding pour 1 million de francs. Il en est donc bien officiellement, par le biais de la holding, le propriétaire et éditeur de la Basler Zeitung, avec son imprimerie et ses autres participations.

En arrière-plan de cette opération figurent trois arrangements restés secrets jusqu’ici. Le premier prévoit que Moritz Suter peut en tout temps restituer le paquet d’actions acquis pour 1 million de francs à Christoph Blocher. Inversement, ce dernier peut en exiger la restitution dans les 6 mois.

Cet aspect est crucial, car Christoph Blocher aurait fait usage de cette possibilité : le délai de court depuis septembre. Autrement dit, Moritz Suter devrait en principe se séparer de la majorité de BaZ Holding s’il n’est pas trouvé un terrain d’entente dans les trois mois.

Derrière Blocher... Ospel

Car un désaccord est apparu entre les deux hommes au niveau du deuxième arrangement secret : celui par lequel Moritz Suter a obtenu pour BaZ Holding un prêt de 70 millions de francs.

D’abord assuré sans intérêts par Tito Tettamanti, celui-ci a été repris par « un riche industriel « qui n’est autre que Christoph Blocher, représenté pour la circonstance, selon le Tages-Anzeiger, par l’ancien patron de l’UBS Marcel Ospel.

Ce prêt devait aider Moritz Suter à refinancer un crédit bancaire de 90 millions de francs, très coûteux en intérêts, accordés directement au journal bâlois et à son imprimerie. L’idée était de convertir celui-ci en crédit hypothécaire, nettement moins onéreux, avec pour garantie les 70 millions que BaZ Holding avait obtenus de Marcel Ospel.

Désaccord et rupture

L’opération a n’a pu être montée en raison des secrets entourant les vrais rapports de propriété au sein du holding. Du coup, Moritz Suter aurait tenté de remplacer le prêt de Marcel Ospel par des fonds qu’il aurait pu réunir dans le sérail bâlois.

Mais celui qui fut le fondateur de Crossair a été visiblement bloqué par une troisième clause qui sert de garantie à Marcel Ospel : celle-ci assure un droit de regard de Christoph Blocher sur le financement de la holding.

C’est le désaccord sur le financement qui aurait conduit Christoph Blocher à réclamer à Moritz Suter la restitution du paquet d’actions BaZ Holding dans les six mois. La difficulté pour le premier sera de trouver un « remplaçant » au second, de sorte à pouvoir rester en coulisses.

Une contre-offensive annoncée

Car la situation du groupe BZM est tout sauf facile. La caisse de pension des employés présente un trou de 30 millions de francs. Celui-ci empêche à son tour la fermeture pure et simple de l’imprimerie, qui souffre d’importantes surcapacités.

Ill est impensable de mettre à la porte plus de 100 employés avec des droits en matière de caisse de pension qui ne peuvent être couverts. L’imprimerie ne serait par ailleurs pas totalement amortie à ce jour.

Globalement, cela signifie que la BaZ a besoin de fonds propres supplémentaires. Mais trouver des investisseurs pourrait ne pas être chose aisée. Sur le plan opérationnel, les recettes publicitaires seront plus difficiles à trouver, après la rupture le 1er octobre de la collaboration avec Publicitas.

Publicitas contribuait pour 12 millions de francs par année aux recettes publicitaires de la BaZ. Le nombre de lecteurs du journal ressort parallèlement en recul de 7% au mois de septembre.

La concurrence des autres journaux sur le territoire de la BaZ s’est renforcée. Une contre-offensive a été annoncée, avec la sortie d’un journal dominical. L’opération coûtera toutefois avant d’apporter de l’argent dans les caisses.


 


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