Aktuell


NZZ 1780Aktuelles zur Krise bei der NZZ

Presseschau, Verweise


Briefkastenkleber: «Keine BaZ (auch nicht geschenkt)»

Bestellungen / Details


Unser Film «Die Übernahme»
von Edgar Hagen
läuft ab 17. Januar im Kino

Details und Spieldaten
auf der Film-Website
www.dieuebernahme.ch

Neu in der Rubrik Beiträge


Die NZZ-Krise als Symptom der Schweizer Medienszene
von Philipp Cueni

Noch ist vieles offen bei der NZZ: wer wird neuer Chefredaktor, wie reagieren die Aktionäre auf das Verhalten des Verwaltungsrates? Wohin steuert die NZZ letztlich ? Dennoch sind … weiter


Was will die BaZ? Was war die BaZ?
von Markus Sutter

Lieber Herr Somm Zu Ihrem Artikel „Was will die BaZ?“ möchte ich Ihnen zuerst ganz herzlich gratulieren. Ich habe keinen einzigen Kommafehler gefunden. Finden Sie diese … weiter


Offener Brief an den Chefredaktor der SonntagsZeitung (Tamedia)
von Werner Gysin

Sehr geehrter Herr Chefredaktor Spieler, Gestatten Sie mir, dass ich Sie ab heute als Falschspieler betrachte. Nur so lässt sich Ihre Versicherung erklären, dass die … weiter


Schmierige Annäherungsversuche
von Ursula Nakamura-Stoecklin

Offensichtlich versucht die im Sinkflug begriffene Basler Zeitung nun in krassem Boulevardstil neue Leser/innen zu gewinnen. Da wundert es nicht, dass Michael Bahnerth ein … weiter


Kurt Imhof ist gestorben

Mit Bestürzung vernehmen wir, dass Kurt Imhof heute seinem Krebsleiden erlegen ist.

Kurt Imhof, engagierter und wirkungsmächtiger Soziologe und Medienwissenschafter, hat Rettet-Basel mit seinen luziden und begeisternden Interventionen an zwei unserer Podien: am 9.12.2010 in der Uni und am 8.2.2012 im Bernouillanum unterstützt.

Für unsere Filmpremiere im Januar musste er uns bereits aus Gesundheitsgründen absagen. [2015-03-01]



Fasnacht 2015

Syt die Ziircher NZZ
dä Ziircher Somm nit welle het,
froog ych mii dääglig wiirgglig numme:
Sinn d Ziircher oder miir die Dumme?
Dr Spitzbueb

D Elifante griegen in unsrem Zolli achtzig Fueterstelle,
wo si s Rüsselspitzegfüül no mee entwiggle selle.
Die Aalaag het no Botenziaal – drum könnt me – s wäär e Digge –
dä gfüülloos Rüssler vo der BaZ – zur Kuur döört aane schigge.
Die Blauäugige

D BaZ, das isch e Zytig und der Somm en Aart Verleeger.
Do deent s us Ziiri: «Läck, dä Somm isch geil und voll inteeger!»
Drum hämmer sofoort derfiir gsoorgt, ass dää in Baasel blybt
und doo die letschte dreiedryssig Lääser no verdrybt.
PereFyss

Kasch es draaie, wie de witt,
d Ziircher meege d Baasler nit!
Kasch bättle, bitte – au ganz fromm,
d NZZ, die will kai Somm!
Bangg Rott

Im dieffschten Uurwald git s Kulduure,
die bätte Getter aa,
egaal, ob glai und hässlig
oder ooni Hiirni draa.
Wenn e Museum z Bäärn
soon e Fyguur kaa returniere,
kennt daas mit em Somm nach Ziiri
doch au so funggzioniere.
d'Syydiaane

Mir hänn in der Gripen-Schlappe-Nacht
e Bapyyrfluugi-Abstuurz-Wettkampf gmacht.
Es gwinnt bi däären Abstuurzfyyr
der Flieger us em BaZ-Bapyyr.
Und s näggscht Joor gwinnt – e jeedi Wett –
der Flieger us der NZZ.
Ersatzbangg

Es isch Zyt, dass au e Schnitzelbangg
mol übre Schatte springt,
Und über d Grosszügigkeit vo de Zürcher
do Liedli singt.
Altruistisch, sälbschtlos gänn iir wie dr Winkelried euch Mieh,
Dass iir dr Somm gnoo hättet, das vergässe mir euch nie.
Die Aabrennte

 

«Wie tickt BaZ-Verleger Markus Somm?»

Vertritt die Basler Zeitung nationalkonservative Positionen? An der Dreikönigstagung der Schweizer Medien forderte BaZ-Chefredaktor Markus Somm seine Kritiker auf, ihm dies anhand seiner Leitartikel nachzuweisen. Fabian Baumann liefert Nachweise in der «Medienwoche».

2014: Beschwerdeflut gegen die BaZ

Gemäß einem Bericht von kleinreport.ch hat der Schweizer Presserat mit einem Schreiben sich an die BaZ gewandt, um die unkorrekte Berichterstattung über neuliche seiner Entscheide zu monieren. Mit dem «systematischen Verschweigen» der Stellungnahme würde die Zeitung «die ‹Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten› dauernd verletzen und ihre Leserinnen und Leser schlicht nicht respektieren».

2014 hat sich der Presserat mit 7 Beschwerden gegen die BaZ beschäftigen müssen:

Nr. 13/2014: Meinungspluralismus / Trennung von redaktionellem Teil und Werbung (Mieterinnen- und Mieterverband Basel gegen «Basler Zeitung») vom 18. Juni 2014

Nr. 23/2014: Privatsphäre / Sachlich nicht gerechtfertigte Anschuldigungen / Menschenwürde (X. und Y. gegen «Basler Zeitung» und «BaZonline») vom 20. August 2014

Nr. 24/2014: Diskriminierung (X. gegen «Basler Zeitung») vom 27. August 2014

Nr. 31/2014: Anhörung bei schweren Vorwürfen / Identifizierung (Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel gegen «Basler Zeitung» und «BaZonline») vom 21. August 2014

Nr. 33/2014: Wahrheitspflicht / Anhörungspflicht bei schweren Vorwürfen / Fairnessgebot (Gemeinde Oberwil gegen «Basler Zeitung») vom 22. Oktober 2014

Nr. 34/2014: Wahrheitspflicht / Anhörung bei schweren Vorwürfen / Quellennennung / Identifizierung (Bundesamt für Verkehr gegen «Basler Zeitung») vom 22. Oktober 2014

Nr. 35/2014: Wahrheitspflicht / Unterschlagen von Informationen / Berichtigung (X. gegen «Basler Zeitung») vom 27. November 2014


«Schlecht für Basel, gut für den Rest der Welt.» [ein Twitterer]

Somm will nicht zur NZZ gehen

In einer Medienmitteilung hat Markus Somm bekanntgemacht, dass er Gespräche mit der NZZ geführt, dieser jedoch «nach reiflicher Überlegung» abgesagt habe.

Presserat rügt erneut die BAZ

Am 5. März 2014 erschien in der BaZ und auf «Bazonline» ein Beitrag über einen vorbestraften Pädophilen, der aus den Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel geflohen war. Im Artikel heisst es, ein «Verfahrensbericht» dreier Psychologen und Ärzte der UPK habe den damals 46-Jährigen «in die Flucht getrieben»; die drei werden mit vollem Namen genannt. Rita Anton, CEO der Psychiatrischen Kliniken, sah dadurch die Presserats-Richtlinie 7.2 (unnötige Namensnennung) und Richtlinie 3.8 (Anhörung bei schweren Vorwürfen) verletzt.

Der Presserat entschied, dass die Anhörung der Gutachter verzichtbar war, obwohl ihre Professionalität in Frage gestellt worden sei: Ihnen sei nicht der Vorwurf eines standesunwürdigen oder gar strafwürdigen Verhaltens gemacht worden. Andererseits bestehe kein berechtigtes Interesse der Öffentlichkeit, ihre Namen zu erfahren: Die UPK hätten mehr als 1000 Mitarbeitende, darunter etwa 40 Oberärzte. Letztlich trügen daher die Kliniken als Institution die Verantwortung, nicht die Gutachter als Individuen. Die «Basler Zeitung» hätte die Namen der UPK-Gutachter nicht nennen dürfen.
(Entscheid 31/2014 vom 21.8.2014)

Offener Brief von RB an die Mitglieder des Verbands Schweizer Medien

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Sehr geehrte Damen und Herren

In einer Medienmitteilung vom 28. August teilt der Verband SCHWEIZER MEDIEN mit, sein Präsidium schlage Markus Somm als neues Präsidiumsmitglied vor. Die Wahl soll bei der ordentlichen Mitliederversammlung vom 11. September erfolgen.

Dieser Vorschlag erstaunt. Er dürfte innerhalb und ausserhalb des Verbands Unverständnis auslösen.

Wir erinnern:

  • Markus Somm wurde mit einem Aufwand von geschätzten 200 Mio Franken in die Position des Chefredaktors, Herausgebers und angeblichen Mitbesitzers der Basler Zeitung gehievt. Für diese Kosten – Kaufpreis, Schuldentilgung, Druckereischliessung, Pensionskassensanierung – kam Christoph Blocher auf.
  • Christoph Blocher hat seine wahre Rolle bei der Basler Zeitung monatelang verschleiert und geleugnet. Markus Somm hat mehrfach falsch und faktenwidrig dazu Stellung genommen. Die Übernahme hat in Basel mehrere hundert Arbeitsplätze gekostet.
  • Markus Somm hat innerhalb von vier Jahren aus der früheren Basler Zeitung ein politisches Propagandainstrument gemacht. Mit Mitteln des Boulevards, der Falschinformation, der wiederholten Lüge und durch das Lächerlichmachen des politischen Gegners werden demokratische Institutionen und gewählte VolksvertreterInnen attackiert, soll Politik „aus den Angeln gehoben“ (Zitat Somm) werden.
  • Im Juni dieses Jahres waren gegen die Basler Zeitung acht Beschwerden beim Presserat hängig. Gegen keine andere Zeitung sind in den letzten Monaten so viele Beschwerden eingegangen. Die Zeitung wurde bereits mehrfach gerügt.

Markus Somm hat mindestens ein Drittel der Leserschaft verloren – kein Chefredaktor mit einer solchen Bilanz könnte sich bei einem wirtschaftlich ausgerichteten Medienunternehmen halten.

In seinem Leitbild schreibt der Verband SCHWEIZER MEDIEN:

  • Der Verband SCHWEIZER MEDIEN setzt sich für die Freiheit und Unabhängigkeit der Medien gegenüber Politik und Wirtschaft ein.
  • Der Verband SCHWEIZER MEDIEN erwartet von seinen Mitgliedern Fairness in Publizistik und Wettbewerb als Maxime ihres freien unternehmerischen Handelns und als Ausdruck ihrer Verantwortung.

Gegen diese Grundsätze verstösst die heutige Basler Zeitung. Sie ist direkt vom Politiker und Milliardär Christoph Blocher abhängig. Ihr aggressiver Kampagnenjournalismus verstösst gegen die Regeln der Fairness und der journalistischen Verantwortung.

Wir raten den Mitgliedern des Verbands SCHWEIZER MEDIEN ihre Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel zu setzen und ihr Präsidium nicht mit Scheinverlegern von Blochers Gnaden zu bestücken. Mit einer solchen Wahl würde der Verband massiv an Vertrauenswürdigkeit verlieren und der Blocherisierung der Schweizer Medienlandschaft weiter Vorschub leisten.

Mit freundlichen Grüssen

RETTET-BASEL
Bernhard Bonjour, Rudolf Bussmann, Mathias Knauer, Guy Krneta und Alfred Schlienger

VSM schlägt Markus Somm für den Vorstand vor

Das Präsidium des Verbandes Schweizer Medien (VSM) hat zuhanden der Mitgliederversammlung vom 11. September 2014 in Interlaken einstimmig den Beschluss gefasst, Markus Somm als Nachfolger von Filippo Leutenegger im Präsidium vorzuschlagen. (pd-vsm)

Gemeinde Oberwil klagt beim Presserat

Der Gemeinderat Oberwil hat beim Schweizer Presserat die angekündigte Beschwerde gegen die seit mehreren Monaten andauernde tendenziöse Berichterstattung der Basler Zeitung zur Vergabe Bauherrentreuhandschaft Schulanlage Sägestrasse eingereicht. Moniert werden Verstösse gegen die „Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten“, insbesondere gegen das Fairness- und das Wahrheitsprinzip. (pd 1.7.2014 )

BaZ wird von Blocher, Bollmann und Somm übernommen

CEO Rolf Bollmann und Verleger und Chefredaktor Markus Somm erwerben von der MedienVielfalt Holding AG die "Basler Zeitung" zu je einem Drittel, Christoph Blocher erhöht seinen Anteil von bisher 20 auf 33 Prozent. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Mehr bei: www.persoenlich.com [30.6.2014]

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